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Verbraucher

Wussten Sie, dass

Kaufhausregal mit Tüten © pxhere
  • das Eichamt den Inhalt von Fertigpackungen beim Hersteller oder Händler überprüft?
  • das Eichamt prüft, ob die Fertigpackung eine Täuschungspackung ist?
  • das Eichamt andere Verkaufseinheiten (offene Packungen, unverpackte Backwaren, Verkaufseinheiten ohne Umhüllung) prüft?
  • das Eichamt prüft, ob bei losen Waren das Verpackungsmaterial mit gewogen und zum Preis der Ware verkauft wird (Brutto für Netto)?

Kurz gesagt

  • Alles, was Sie verpackt einkaufen!

Anders gesagt

  • alle Erzeugnisse in Verpackungen,
  • abgefüllt und verschlossen in Abwesenheit des Käufers.

Das sind nicht nur

  • Mehl, Zucker, Salz,
  • Saftpacks, Bierflaschen,
  • abgepackte Wurst, Fleisch,
  • Brote

sondern auch

  • Reinigungsmittel, Farbendosen,
  • Kohlensäcke, Erdbeerschälchen,
  • Zahnpasta, Schuhcremetuben.

Angaben, Aufschriften, Zeichen

  • Nennfüllmenge/Schriftgröße richtig?
  • „e“-Zeichen zulässig nur bei Kennzeichnung nach Gewicht oder Volumen! Mindesthöhe = 3 mm
  • Herstelleranschrift postzustellungsfähig

Ist die tatsächliche Füllmenge in Ordnung?

Verdacht auf Täuschungspackung
Nach Öffnen enttäuscht?
Packung durchsichtig?
Wird die Packung beim Verkauf vorgeführt?
Auf der Packung ein Hinweis, wie wenig/viel drin?

 

Kurz gesagt

Alles, was Sie täuscht!
Anders gesagt

Packungen, die so gestaltet und befüllt sind, dass sie eine größere Füllmenge vortäuschen, als in ihnen enthalten ist.

Wie schützt sich der Verbraucher selbst vor Täuschungspackungen?

Inhaltsangaben/Füllmengen vergleichen.
Grundpreise (Preise pro Kilogramm, Liter oder Stück) vergleichen.
Kaufentscheidungen nicht von der Größe der Verpackung abhängig machen.
Bei Sonderangeboten prüfen, ob die gleiche Menge wie bisher zu »Normalpreiszeiten« angeboten wird.
Bei gravierenden Täuschungen das Eichamt benachrichtigen.
Nach den Forderungen des Mess- und Eichgesetzes müssen Fertigpackungen so gestaltet und befüllt sein, dass sie keine größere Füllmenge vortäuschen, als in ihnen enthalten ist.

Änderung der Grundpreisangabe

Ab dem 28.05.2022 ist eine Grundpreisangabe bezogen auf die Einheiten 100 Gramm bzw. 100 Milliliter nicht mehr zulässig. Die Händler müssen aufpassen, welche bisher bei Waren mit 100 Gramm bzw. 100 Milliliter Füllmenge wegen der Identität Grundpreis mit Gesamtpreis keinen Grundpreis angeben. Ab dem 28.05.2022 muss auch für solche Waren unbedingt der Grundpreis angegeben werden und zwar bezogen auf 1 Kilogramm bzw. 1 Liter.

Form und Größe von Verpackungen beeinflussen unbewusst Kaufentscheidungen.

Große und schwere Verpackungen täuschen mehr Inhalt vor.

Die Tricks:

  • Leerräume in undurchsichtigen Packungen,
  • übergroße Verschlüsse und Deckel,
  • Hohlböden,
  • doppelte Wandungen,
  • Podeste in Umverpackungen,
  • geschickte Anordnung von Etiketten, z. B. Folien mit Logos, die bei Packungen mit Fenstern Leerräume abdecken,
  • extraschweres Verpackungsmaterial, z. B. Glastiegel, Glasflaschen für Kosmetikartikel,
  • Nachfolgeerzeugnisse mit geringerer Nennfüllmenge bei täuschend ähnlicher oder gleicher Hauptschauseite (weniger Inhalt bei gleich gebliebenem Preis). Die Täuschung erkennt nur, wer die alte Packung noch besitzt!
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(© vzhh)
Folgepackung mit geringerer Nennfüllmenge
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(© vzhh)
Entwicklung der Folgepackungen von 2006 bis 2022
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(© SME)

Nachfolgeerzeugnisse mit geringerer Nennfüllmenge bei täuschend ähnlicher oder gleicher Hauptschauseite

Folgepackung mit geringerer Nennfüllmenge bei gleicher Packungsgestaltung
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(© SME)

Der Klassiker: Leerräume in undurchsichtigen Packungen

Täuschungspackung mit einem sehr großen Hohlraum

Kurz gesagt

Statt Wurst kaufen Sie Pappe, statt Käse Polystyrol und statt Salat Plastik!
Anders gesagt

Immer wenn Sie bei losen Waren das Verpackungsmaterial mit gewogen und zum Preis der Ware berechnet bekommen, dann kaufen Sie »Brutto für Netto«.
Sie bezahlen zu viel!

Wussten Sie, dass

der Handel gesetzlich verpflichtet ist, beim Verkauf von losen Waren das Nettogewicht der Ware als Preisgrundlage zu verwenden?

Anleitung zur Tara-Nutzung um die Waage auf Null zu stellen
Anleitung zur Tara-Nutzung um die Waage auf Null zu stellen und das Gewicht der Verpackung vor der Wägung abzuziehen.  © SME
Obstregal im Supermarkt © pxhere

Unser Tipp

Achten Sie darauf, dass das Gewicht des Verpackungsmaterials vor dem Abwiegen Ihrer Waren vom Verkaufspersonal an der Waage eingegeben wird oder bereits gespeichert ist (Tarataste/Taraspeicher)!
Wiegen Sie offene Verpackungen nach!
Lassen Sie sich nicht das Verpackungsmaterial zum Preis der Ware verkaufen!

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